Unterwegs

  • 525.600 Minu­ten

    … solan­ge dau­ert genau ein Jahr. Oder 365 Tage, vier Jah­res­zei­ten, zwölf Mona­te oder zwei Zeit­um­stel­lun­gen. Das ist uns geläu­fig und ler­nen wir bereits als Kind. In dem Musi­cal Rent fragt sich eine Grup­pe jun­ger Erwach­se­ner, in wel­chen Ein­hei­ten man ein Jahr even­tu­ell noch mes­sen könn­te? In erleb­ten Son­nen­un­ter­gän­gen? Getrun­ke­nen Tas­sen Kaf­fee? Lachen? Streit? Fes­te?…

  • Tau­fe mit fast 90

    W. ist fast 90 und W. möch­te getauft wer­den. Das war der gan­ze Sach­ver­halt. So über­rasch­te mich eine Bestat­te­rin aus Aachen und frag­te, ob ich mich mit W. nicht ein­mal tref­fen möch­te. Ich war ehr­lich gesagt etwas ver­wun­dert über die­se Anfra­ge, aber fand sie eben­so span­nend. Ein 90-Jäh­ri­­ger möch­te getauft wer­den und die Geschich­te lan­det…

  • Abschied, Auf­bruch und Ankunft.

    Der Moment, in dem sich die Schran­ke geöff­net hat­te, war der mit Abstand schlimms­te. Denn er bedeu­te­te Abschied. Abschied – das ist für mich ein gräss­li­ches Wort. Sich von Din­gen zu lösen, die man mag, fiel mir schon immer schwer. Aber jetzt führ­te kein Weg mehr dar­an vor­bei. Ich leg­te mei­nen Rei­se­pass und mei­ne Bord­kar­te…

  • Knast-Mahl­zeit

    Alles, was ich weiß ist, dass ich an der Pfor­te der JVA mei­nen Per­so­nal­aus­weis abge­ben muss und mein Han­dy bes­ser daheim las­se. Und natür­lich auch, dass wir uns begeg­nen wer­den: Acht von drau­ßen und acht von drin­nen. Aber wer da sit­zen wird und wer von außen mit mir rein kom­men darf, das weiß ich nicht.…

  • Mit­ten­drin statt nur dabei

    Völ­lig kaputt und müde ste­he ich am Bahn­steig des Würz­bur­ger Haupt­bahn­ho­fes. Der Zug ist pünkt­lich. Der ICE von Wien nach Ham­burg soll mich zumin­dest bis Frank­furt brin­gen. Wütend stei­ge ich in den erst­bes­ten Wag­gon ein, da alle Anzei­gen außen am Zug aus­ge­fal­len sind und mein ers­ter Blick in den Zug ver­rät mir, dass auch die…

  • Ein Jahr Sim­bab­we. Ein Jahr was? Sim­ba… ?

    Genau. In weni­gen Wochen wer­de ich für ein knap­pes Jahr nach Sim­bab­we auf­bre­chen. In ein Land, mit dem in unse­ren Brei­ten wohl nur weni­ge etwas anfan­gen kön­nen. Wo genau liegt es denn nun, die­ses unbe­kann­te und unaus­sprech­li­che Sim­bab­we? Geht man von uns aus etwa 11.300 Kilo­me­ter Rich­tung Süden, ziem­lich grad­li­nig, dann kommt man irgend­wann in…

  • Mei­ne Mit­le­be-Zeit

    Seit knapp einem Jahr berei­te ich mich vor, um ab August ein Jahr in Afri­ka zusam­men mit der SVD ein „Mis­sio­nar auf Zeit“-Jahr zu machen. Seit dem ers­ten Feri­en­sonn­tag bin ich im Klos­ter, um mich vor­zu­be­rei­ten. Ich lebe zusam­men mit den Stey­ler Mis­sio­na­ren in ihrem Mut­ter­haus in Steyl. Das Mot­to der MaZ­ler, „Mit­le­ben, Mit­be­ten und…

  • Auf der Stra­ße beten

    Ein­mal im Jahr neh­me ich mir 4 – 7 Tage Zeit und wid­me mich Fra­gen, die im All­tag schon mal unter­ge­hen. Ist mei­ne Lie­be, die die Grund­la­ge mei­ner Arbeit als Theo­lo­gin in die­ser Kir­che ist, noch leben­dig? Lebe ich noch aus der Lie­be Got­tes zu mir? Oder bin ich klein­geis­tig gewor­den, abge­lenkt von dem, was ihm und…