Unterwegs

  • Spie­ßer­tum adé

    Letz­te Woche Mitt­woch, spä­te­rer Nach­mit­tag. Ich tip­pe die Tele­fon­num­mer ein, die ich mir auf einem klei­nen Blatt Papier notiert habe. War­ten. Es wählt, die Lei­tung ist frei. War­ten. Dann ein Knack­sen. Auf der ande­ren Sei­te des Appa­ra­tes mel­det sich jemand, der heu­te offen­bar mit dem fal­schen Fuß auf­ge­stan­den ist. Ich grü­ße herz­lich zurück und stel­le…

  • Kino im Kopf

    Paris // Musee d’Orsay Ich ste­he in der Gale­rie des Muse­ums in Paris und schaue auf die Men­schen unten in der Hal­le her­un­ter. Schü­ler, die lust­los zwi­schen den Sta­tu­en und Bil­dern her­ge­hen. Die übli­chen Asia­ten, die die gro­ßen Meis­ter­wer­ke sam­meln, indem sie sie auf den Chip und in die Face­­book-Time­­li­ne ihres Han­dy laden. Älte­re Men­schen, mit…

  • Hasen­tal. Ich?

    Schon bald wer­de ich an einer neu­en Schu­le anfan­gen. Kaum aus­ge­hal­ten habe ich das War­ten auf die Nach­richt, wo es mich nun hin ver­schla­gen soll. Dann kam sie, die E‑Mail, in der von einer Schu­le in – nen­nen wir den Ort an die­ser Stel­le – Hasen­tal, die Rede war. Unge­fähr drei Tage lang konn­te ich…

  • Auto­bahn-Voll­rausch

    Und wie­der so ein Voll­rausch auf der Auto­bahn. Die Stre­cke zwi­schen Mön­chen­glad­bach und Aachen scheint es in sich zu haben – zumin­dest für mich. Dies­mal bin ich aber nicht allein unter­wegs, son­dern mit einer Bekann­ten. Sie berich­tet von vie­len Um- und Abbrü­chen in ihrem Leben und ich, ich sehe mich gera­de sel­ber auf der Über­hol­spur.…

  • Weih­nach­ten in Afri­ka, „For­rest Gump“ und eine wun­der­ba­re Bot­schaft

    Ob „Süßer die Glo­cken nie klin­gen“, „Lei­se rie­selt der Schnee“ oder „Stil­le Nacht, hei­li­ge Nacht“: All die­se Weih­nachts­lie­der haben eine Gemein­sam­keit. Sie beschrei­ben Weih­nach­ten als besinn­li­ches, andäch­ti­ges und in die­sem Rah­men durch­aus fröh­li­ches Fest. Kaum einer wür­de hier­bei wohl wider­spre­chen, kaum einer in unse­ren Brei­ten wird Weih­nach­ten in den letz­ten Jah­ren nicht so erlebt haben.…

  • Vom Para­dies noch weit ent­fernt

    Wenn ich in Sim­bab­we auf mei­ne Hei­mat Deutsch­land ange­spro­chen wer­de, habe ich oft das Gefühl, es hand­le sich um das Para­dies schlecht­hin. Deut­scher Fuß­ball ist ein Traum. Der deut­sche Arbeits­ei­fer, die Pünkt­lich­keit, Zuver­läs­sig­keit und Pro­duk­ti­vi­tät erscheint vie­len als erstre­bens­wert. Das gesam­te Sys­tem, die Poli­tik und auch die Kanz­le­rin gel­ten als popu­lär. Man könn­te fast mei­nen,…

  • How is Sim­bab­we?

    Wie füh­len sich knapp drei Mona­te Sim­bab­we an? Oft wur­de mir die­se Fra­ge in den letz­ten Wochen gestellt. Von Freun­den in Deutsch­land und von mei­nen neu­en Bekann­ten in Sim­bab­we glei­cher­ma­ßen. In den ers­ten Tagen kann­te ich auf die­se Fra­ge nur eine Ant­wort. „Very dif­fe­rent to Ger­ma­ny“. Inzwi­schen wür­de ich nicht mehr so salopp ant­wor­ten. Natür­lich…

  • Ver-rück­te Welt

    Eben saß ich noch neben einem bär­ti­gen blau-wei­­ßen Ein­horn im Bus. Nor­ma­ler­wei­se neh­me ich am Mitt­woch­mor­gen immer den Bus. Die 13B in Rich­tung Ehren­mal. Denn am Mitt­woch ist um 8 Uhr Schul­mes­se. In der Regel tref­fe ich im Bus aber auf ver­schla­fe­ne Schü­ler und Stu­den­ten, gelang­weil­te Men­schen auf dem Weg zur Arbeit, Musik aus Kopf­hö­rern, Smart­phone­sym­bio­sen…