Kirche

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    Hoo­die-akon

    Manch­mal bekommt man Namen, die auf kei­ner Visi­ten­kar­te ste­hen. Offi­zi­ell bin ich Dia­kon. Das steht in Urkun­den, Dienst­plä­nen und E‑Mail-Signa­­tu­­ren. Dia­kon klingt nach Kir­che, Altar, Evan­ge­li­um, Segen – manch­mal viel­leicht auch ein biss­chen nach Sonn­tags­ord­nung. Aber im All­tag ent­ste­hen ande­re Namen. Schüler:innen haben mich schon „Kir­chen­mann“ genannt.An einer För­der­schu­le wur­de ich zum „Bibel­mann“.Und von Jugend­li­chen…

  • Zuhau­se

    Zu Hau­se sein, das ist nicht schwer.Zuhau­se füh­len dage­gen sehr. Ich hat­te einen Traum­Von einem Raum,Der sich Kir­che nennt.An einem Ort, der mich kennt,Der mich als Mensch so nimmt,Wie ich bin.Ein Ort, der sich nicht von mir fort­be­wegt,Son­dern zu mir hin. Ich träum­te davon, wie schön es wär’,Sein zu dür­fen,Jeg­li­che Ängs­te abzu­wer­fen,Mir Raum zu neh­men,Mich…

  • Eine Welt ohne Bett­ler und ohne Sankt Mar­tin

    Das Schau­spiel war vor­bei, wir Fami­li­en fin­gen an zu klat­schen und da nahm auch er sei­ne Krü­cke und schlug damit im Takt auf das Eisen­ge­län­der vor ihm. Und er hör­te gar nicht mehr auf. Er schlug immer wei­ter, sodass die Kin­der mit ihren Later­nen erschreckt von ihm zurück­wi­chen. Mit ver­stör­ten Bli­cken such­ten sie ihre Eltern­In…

  • Die Kraft der Ker­zen

    Der letz­te Advent war span­nend: mei­ne Frau war hoch­schwan­ger und kurz vor der Geburt unse­res Soh­nes, der Mit­te Janu­ar das Licht der Welt erbli­cken soll­te. Zugleich wur­de bei ihr eini­ge Mona­te zuvor Schwan­ger­schafts­dia­be­tes dia­gnos­ti­ziert. Von da an konn­te sie so gut wie kei­ne Koh­len­hy­dra­te, geschwei­ge denn Zucker mehr zu sich neh­men, ohne dass ihr Blut­zu­cker­spie­gel…

  • Immer wie­der sonn­tags

    Seit eini­ger Zeit besu­che ich wie­der den Sonn­tags­got­tes­dienst. Vor­her war ich dort eher sel­ten – zumin­dest dafür, dass ich Theo­lo­gie stu­diert habe. Oder viel­leicht genau des­we­gen? Als Kind waren wir mit der gan­zen Fami­lie jeden Sonn­tag in der Kir­che. In der dritt­vor­ders­ten Rei­he auf der lin­ken Sei­te war unser Stamm­platz: 4 Kin­der, zwei Erwach­se­ne und unse­re…