Glaubensmomente

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    Gott* ist für mich…

    Am 28. und 29. August 2026 fand in Aachen der CSD statt. Beim Quee­ren Got­tes­dienst in der Anna­kir­che unter dem Mot­to “Ich bin hier — so gewollt” haben eini­ge der Organisator*innen sich Gedan­ken dazu gemacht, wer Gott* für die Per­son ist. Die ver­schie­de­nen Bli­cke sind hier in fünf Tex­te zum nach­le­sen und mit­neh­men ver­öf­fent­licht. (Beim öff­nen der…

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    Hoo­die-akon

    Manch­mal bekommt man Namen, die auf kei­ner Visi­ten­kar­te ste­hen. Offi­zi­ell bin ich Dia­kon. Das steht in Urkun­den, Dienst­plä­nen und E‑Mail-Signa­­tu­­ren. Dia­kon klingt nach Kir­che, Altar, Evan­ge­li­um, Segen – manch­mal viel­leicht auch ein biss­chen nach Sonn­tags­ord­nung. Aber im All­tag ent­ste­hen ande­re Namen. Schüler:innen haben mich schon „Kir­chen­mann“ genannt.An einer För­der­schu­le wur­de ich zum „Bibel­mann“.Und von Jugend­li­chen…

  • Zuhau­se

    Zu Hau­se sein, das ist nicht schwer.Zuhau­se füh­len dage­gen sehr. Ich hat­te einen Traum­Von einem Raum,Der sich Kir­che nennt.An einem Ort, der mich kennt,Der mich als Mensch so nimmt,Wie ich bin.Ein Ort, der sich nicht von mir fort­be­wegt,Son­dern zu mir hin. Ich träum­te davon, wie schön es wär’,Sein zu dür­fen,Jeg­li­che Ängs­te abzu­wer­fen,Mir Raum zu neh­men,Mich…

  • Das Abend­mahl

    Die­ser Som­mer­abend mit­ten in der WocheAls die Freun­de da waren zum Essen­Und danach der Wein und die Gesprä­che schmeck­tenin der klei­nen WG-Küche Bis die Ster­ne durch das offe­ne Fens­ter schie­nenUnd der Nacht­wind die Stil­le der Stadt her­ein­bliesUnd es zu spät wur­de um nach Hau­se zu gehen­Und das auch kei­ner mehr woll­teDenn wir gehör­ten zusam­men wie…

  • See­len­bän­ke

    eine Bank, ein Ort des Ankom­mens, des Inne­hal­tens, des Aus­ru­hens, des Auf­tan­kens, viel­leicht auch des Stau­nens… Ein geschenk­ter Moment der Gedan­ken und Emo­tio­nen ein Fens­ter öff­net, das sonst im All­täg­li­chen ver­schlos­sen bleibt. Eine geschenk­te Zeit, mit der Mög­lich­keit auf die Ver­gan­gen­heit zurück­zu­schau­en, die Gegen­wart wahr­zu­neh­men, einen Aus­blick auf die Zukunft zu wagen oder gedan­ken­los zu…

  • Eine Welt ohne Bett­ler und ohne Sankt Mar­tin

    Das Schau­spiel war vor­bei, wir Fami­li­en fin­gen an zu klat­schen und da nahm auch er sei­ne Krü­cke und schlug damit im Takt auf das Eisen­ge­län­der vor ihm. Und er hör­te gar nicht mehr auf. Er schlug immer wei­ter, sodass die Kin­der mit ihren Later­nen erschreckt von ihm zurück­wi­chen. Mit ver­stör­ten Bli­cken such­ten sie ihre Eltern­In…

  • Vor­freu­de

    Neu­lich stand die Vor­freu­de bei mir vor der Tür. Lan­ge hat­te ich sie nicht gese­hen. „Hal­lo du“, grüß­te sie mit lei­ser Stim­me. „Hey“, sag­te ich, um Locker­heit bemüht, „lang ist’s her.“ „Ja, stimmt“, ant­wor­te­te sie. Ver­le­gen schwie­gen wir eine Wei­le. „Darf ich rein­kom­men?“, frag­te sie vor­sich­tig. „Ich weiß nicht“, erwi­der­te ich zögernd. „Irgend­wie kommst du…

  • Das Glück, Kind sein zu dür­fen

    Ich bin Fuß­ball­fan, seit Kin­der­ta­gen ist das so und manch­mal habe ich das Gefühl, dass sich dies im Alter sogar noch ver­stärkt… War­um? Dafür gibt es kei­ne ratio­na­le Erklä­rung, son­dern eine des Her­zens. Mit glän­zen­den Kin­der­au­gen ging es für mich von zu Hau­se los, es ging zu Fuß auf den Berg. Er war nicht hoch,…