Rollenspiele

Vor gut drei Jahren habe ich das Bloggen hier erst einmal eingestellt. Hauptsächlich weil ich das Thema Reiten für mich abgehakt hatte. Und nun fange ich hier wieder an. Dazu möchte ich etwas ausholen: Mein Leben beinhaltet verschiedene Rollen: als Ehemann, im Beruf(bei mir Administrator für Linuxserver), als Freund in Beziehungen und als Mensch mit Hobby. Von all diesen Rollen habe ich selten etwas als „prägender“ erlebt, als die Rolle als Reiter und Pferdebesitzer. Das liegt sicher auch daran, dass es zum einen zeitintensiv ist und zum anderen ein gemeinsames Hobby mit meiner Frau war.

Diese Rolle hat aber auch immer im Umfeld für Reaktionen gesorgt: Als Linuxadministrator bin ich eindeutig „Nerd”, das widerspricht ein wenig der Rolle „Reiter”. Aber diese Rolle ist nicht mehr Teil meines Lebens.

Seit gut 1,5 Jahren ist da eine neue Rolle: „Bewerber für den ständigen Diakonat“ beim Bistum Aachen. Ich war überzeugt, das kann ja so heftig nicht werden. Ich habe ein berufsbegleitendes Studium hinter mir und nun beginne ich einfach das nächste. Etwas „ärgerlich“ war es, dass die Verantwortlichen da ein intensives Auswahlverfahren vor die Zulassung gesetzt haben. Aber ich musste in den letzten Monaten feststellen, diese Ausbildung, die ja auch noch immer Bewerbung und Hinterfragen ist, ist mehr als ein Studium der Wirtschaftsinformatik. Dieses Studium und die zugehörige spirituelle Einübung wollen mich „ganz“. Da prägt sich mir etwas ein. Diese Erfahrung der letzten Monate ist seltsam, weil mir bewusst ist, dass dieses „Diakonsein“ ab Ende 2019 nochmal etwas anderes sein wird. Etwas, dass noch größer ist als die Rolle des Bewerbers auf diesem Weg. Das übersteigt aber gerade etwas meinen Horizont.

Über den weiteren Weg zu berichten ist die Idee, hinter der Frage, ob ich hier mitschreiben möchte. Somit habe ich dann mit Veröffentlichung dieses Textes eine neue Rolle:

a) Vom Nebelreiter zum Raumrauscher.
b) Kirchenblogger.

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